1. Home>
  2. Blog>
  3. Digitalisierung>

Ablauf der eAU: Umsetzung in 3 Schritten

-Lesezeit: 4 Minuten
Ablauf der eAU: Umsetzung in der Praxis

Der Echteinsatz der eAU (elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) hat sich noch einmal verzögert. Doch wie ist eigentlich der praktische Ablauf? Wer stellt welche Daten bereit? Das erfolgt in drei Schritten.

Ablauf eAU: Schritt 1

Zuerst stellt der Arzt oder die Ärztin die Arbeitsunfähigkeit des*r Arbeitnehmers*in fest. Künftig werden die notwendigen Daten elektronisch an die jeweilige Krankenkasse des*r Arbeitnehmers*in übermittelt.

Die jeweiligen Daten befinden sich ebenfalls auf dem sogenannten gelben Schein. Aktuell erfolgt die Übermittlung noch durch den*ie Arbeitnehmer*in. Zumeist per Post oder teilweise per App.

Wichtig: Sind Vertragsärzte*innen technisch in der Lage, eine elektronische Datenübermittlung durchzuführen, muss dies auch erfolgen. Dazu sind die Arztpraxen per Gesetz verpflichtet. Der*ie Arbeitnehmer*in erhält trotzdem bis zum 31.12.2022 eine AU in Papierform.

Ablauf eAU: Schritt 2

Zunächst informiert der*ie Arbeitnehmer*in den Arbeitgeber über die Arbeitsunfähigkeit. Wann eine AH beim Arbeitgeber vorgelegt werden muss, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Per Gesetz ist nur vorgeschrieben, dass eine Krankschreibung ab dem dritten Tag vorgelegt werden muss.

In Zukunft braucht der*ie Arbeitnehmer*in nicht mehr den gelben Schein an den Arbeitgeber überreichen oder per Post schicken. Künftig muss der Arbeitgeber sich an die jeweilige Krankenkasse wenden und die Daten elektronisch abrufen sowie mittels einer Fehlzeitenmanagement-Software im System speichern.

Genauso wichtig ist die fehlerlose Datenübertragung und Integration in eine Abrechnungs-Software für eine korrekte Gehaltsabrechnung. Eine weitere Hürde für Arbeitgeber.

Ablauf eAU: Schritt 3

Im letzten Schritt ruft der Arbeitgeber die übermittelten Daten bei der Krankenkasse ab. Folgende Informationen werden gespeichert:

  • Name des*r Beschäftigten
  • Beginn und Ende der Arbeitsunfähigkeit
  • Datum der ärztlichen Feststellung der AU
  • Erst- oder Folgeerkrankung
  • Informationen, ob die AU ein Arbeitsunfall oder sonstiger Unfall oder auf den Folgen eines Arbeitsunfalls oder sonstigen Unfalls beruht

Das seit Januar 2022 laufende Pilotprojekt betrifft ebenfalls die unternehmerische Seite. Arbeitgeber, die technisch in der Lage sind, können die Daten der AU elektronisch abrufen.

Ein Vorteil der eAU bei der Speicherung der Daten ist, dass der Arbeitnehmer keine Informationen über die Art der Erkrankung erhält. Das ist aktuell beim gelben Schein noch ersichtlich.

    DurchChristoph Mers-Online Content Manager
    Expense management software
    Studien

    Digitales Dokumentenmanagement

    Ein Zugewinn an Effizienz in Personalabteilungen

    Die digitale Transformation – eine Entwicklung, die jede Abteilung eines Unternehmens betrifft, auch die Personalabteilung. Sie birgt großes Potenzial, alle HR-Abläufe effizienter zu gestalten.

    future
    Blogartikel

    HR-Zukunftsprognose – 2021 ist das Jahr der Überarbeitung

    2020 ist ein Jahr für die Geschichtsbücher. Kaum ein Jahr der letzten zehn Jahre hatte so viele neue Herausforderungen parat wie der vergangene Abschnitt. Das bekam besonders die Personalabteilung zu spüren. Probleme in der Personaleinsatzplanung, neue gesetzliche Richtlinien in der Entgeltabrechnung und das Kurzarbeitergeld (KUG) waren nur ein paar der neuen Herausforderungen. Seit Beginn der Pandemie ist nun einige Zeit vergangen. Reflektiert man die Situation aus der Perspektive der Gegenwart, stellt man schnell fest, dass das letzte Jahr einige überfällige Themen förmlich in den Vordergrund katapultiert hat.

    2021-01-14
    Digital Dilemma_ Why Payroll Companies Need to Embrace Digital
    Blogartikel

    Digitalisierung – die Chancen dahinter, waren noch nie so deutlich, wie in der Corona-Krise

    Die Digitalisierung zieht sich in deutschen Unternehmen hin. Die Kritiker warnen vor Kontrollverlust, einer zusätzlichen Schwachstelle in der Geschäftskontinuität und der Betriebsrat hat Angst vor einem gläsernen Mitarbeiter. Die Ablehnung der Digitalisierung hielt sich in manchen Branchen hartnäckig. Eine Veränderung braucht schließlich Zeit, richtig? Die Corona-Krise beweist gerade das Gegenteil. Im Eiltempo wird nun digitalisiert, an Orten an denen die Digitalisierung vorher nur auf Ablehnung stoß. Die Unternehmen, vor allem im Mittelstand, erkennt man langsam, dass die Digitalisierung mit einem Arbeiten möchte, nicht gegen einen. Ein gutes Zeichen, denn der Trend der letzten Jahre beweist, die Digitalisierung unserer Arbeitswelt ist kein temporärer Trend. Die Unternehmen mit einer fortschreitenden Weiterentwicklung der digitalen Tools führen die Spitzen des Wettbewerbs und der Wirtschaft an. Ob im Recruiting als attraktiver Arbeitgeber oder bei der Customer Experience. Beginnen sollten man die Digitalisierung am Kern, bei der Administration.

    2020-04-03