Änderungen im Meldeverfahren Entgeltersatzleistung

Arbeitsmarkt

Das zur korrekten Berechnung von Entgeltersatzleistungen entwickelte gleichnamige elektronische Meldeverfahren zwischen Arbeitgebern und Sozialversicherungsträgern erfährt ab 2018 einige Änderungen. So wird es künftig möglich sein, dass die Sozialversicherungsträger auf eine arbeitgeberseitige Meldung bei Bedarf mehrfach antworten. Ferner kann der Arbeitgeber nun notwendige Datenänderungen wie zum Beispiel Adressdaten auch während eines Bezuges von Entgeltersatzleistungen durch einen neuen Meldegrund (99) mitteilen.

Eine weitere Neuerung: ab 2018 sind die Arbeitgeber gehalten, nur noch Anfragen zu versenden, wenn die aktuelle Arbeitsunfähigkeit und wenigstens eine Vorerkrankung bereits bescheinigt sind. Außerdem wird in Zukunft jede einzelne Vorerkrankung mit Blick auf das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und die jeweilige Anrechenbarkeit beurteilt. Endet die Entgeltersatzleistung, erfolgt ab 2018 eine automatisierte Meldung des Sozialversicherungsträgers an den Arbeitgeber.

Schließlich macht das geänderte Mutterschutzgesetz Anpassungen des EEL-Verfahrens nötig, beispielsweise mit Blick auf die neue Schutzfrist nach der Geburt eines behinderten Kindes. Diese Behinderung muss binnen 8 Wochen nach der Niederkunft nachgewiesen werden.

Quelle: Eigener Bericht

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