Auf gute Zusammenarbeit!

Digitalisierung

Digitale Lösungen verändern die Arbeitsabläufe

Studien belegen, dass Führungskräfte heutzutage beinahe unisono auf gute Zusammenarbeit setzen. Diese Fähigkeit, wertschöpfend und zugleich respektvoll mit anderen Menschen im Betrieb zusammenzuarbeiten, wird in Zeiten knapper Talente und wachsendem Effektivitätsdrucks zu einer entscheidenden Qualität. Die Digitalisierung bietet ausgezeichnete Möglichkeiten, die Arbeit optimal zu organisieren.

Wir wissen alle, wie sehr sich ein positives Zusammenspiel der Kräfte im Unternehmen in verschiedener Weise gewinnbringend auswirkt. Die Mitarbeiter erfahren höhere Motivation, sie gehen gerne zur Arbeit. In der Folge steigt die Leistung und damit die Produktivität des Unternehmens, Fehltage und Fluktuation sinken deutlich. Was liegt also näher als gutes und digital flankiertes Teamwork, idealerweise in einer Organisation der flachen Hierarchien? Was ist einfacher, als in einem Umfeld der produktiven Offenheit die effektiven technischen Prozesse anderer Abteilungen zu übernehmen?

Ganz so einfach wie in blumig dargestellter Theorie sieht das echte Arbeitsleben indes nicht aus. Die Identifikation zu ändernder Prozesse im Arbeitsablauf ist eine gute Sache, doch eben nur ein erster Schritt, dem unbedingt die praktische Umsetzung folgen muss – ansonsten ändert sich nämlich trotz aller Erkenntnisse gar nichts.

Wer also eine „digitalisierte Kultur“ der Zusammenarbeit in seinem Betrieb durch- und umsetzen möchte, sollte sich eingangs drei Fragen stellen, von deren Beantwortung alles Weitere abhängt. Das HR-Management steht hier vor einer großen Aufgabe.

1. Wie geht es unseren Mitarbeitern im Job?

Eine scheinbar banale Frage mit großer Wirkung, wenn man sie tatsächlich ernsthaft stellt. Plötzlich kommen Missstände auf, von denen man als Entscheider nicht einmal etwas ahnte. Es werden Dinge auf den Tisch gebracht, die schon lange nicht stimmen – und es kommen Wünsche und Ideen auf, die überraschen können. Am Ende hat man eines erreicht: Man ist seinen Mitarbeitern ein gutes Stück näher gekommen und kann Hebel in Bewegung setzen, welche die Zufriedenheit der Belegschaft steigern. Merke: geht es den Menschen im Betrieb gut, sind sie auch bereit für Veränderungen – und die angestrebte neue Organisation der Zusammenarbeit bekommt einen festeren Boden. Der Dialog mit den Beschäftigten ist ein entscheidender Faktor und bildet die Basis für das so wichtige Vertrauen. 

2. Sind unsere Mitarbeiter in der Lage, neue Wege zu gehen?

Die HR-Experten im Unternehmen wissen besonders gut, wie unterschiedlich Begabungen und Fertigkeiten der Mitarbeiter sind. Es wird Beschäftigte geben, welche moderne Ansätze der Zusammenarbeit nicht sofort verstehen – hier ist geduldiges Erklären und Darstellen gefragt, um auch diese Mitarbeiter „mitzunehmen“. Andere hingegen werden sich aus grundsätzlicher Furcht vor Veränderung möglicherweise zunächst verweigern, HR benötigt viel Fingerspitzengefühl und Beharrlichkeit. Ein gutes Projekt in dieser Richtung kann jedoch nur mit allen Beteiligten erfolgreich sein. Die Mitarbeiter müssen die neuen Eckpunkte der technologisch unterstützten Arbeitsorganisation kennen und den Sinn dahinter verstehen, sonst gehen sie den neuen Weg keinen Meter mit. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, wie entscheidend wichtig eine leistungsfähige HR-Software auch in puncto Messung und Beurteilung derartiger HR-Projekte ist.

3. Digitalisierung als Chance: welche Tools sind richtig?

Die letzte wichtige Überlegung: welche Werkzeuge helfen uns, den neuen kollaborativen Ansatz zu leben? Die Auswahl auf dem Markt ist groß und wächst weiter. Es gilt, die genau für das eigene Unternehmen passenden Lösungen zu finden – und gemeinsam mit den Beschäftigten einzuführen.

Natürlich machen Veränderungen auch Angst, gerade wenn es um digitale Innovationen geht. Sie können davon ausgehen, dass sich mancher Mitarbeiter schon gekündigt sieht, wenn er vom geplanten Einsatz neuer digitaler Möglichkeiten erfährt. Deshalb ist es wichtig, nicht nur das Ziel einer effektiveren Organisation der Arbeit zu erklären, sondern auch die technischen Hilfsmittel darzustellen. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in diesen Prozess frühzeitig ein – das wird Ängste nehmen. Lassen Sie die Teams die neue Technologie noch vor der Implementierung ausgiebig testen – das wird Neugier wecken.

Fazit

Moderne, digital unterstützte Formen der Zusammenarbeit im Unternehmen sind der Weg in eine bessere Zukunft am Arbeitsplatz. Die Einführung dieser Innovationen birgt aber auch Risiken, wenn die Belegschaft schlecht aufgeklärt und vorbereitet wird. Es gilt für HR, an dieser Stelle stets gemeinsam mit den Mitarbeitern die richtigen Schritte zu tun.

Klar ist auch: Wer die Möglichkeiten moderner Technologien nicht nutzt, wird auf dem Markt mittelfristig das Nachsehen haben. Es ist Zeit zum Handeln!

 

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