Freelancer sind zufrieden und verdienen gut – bei wenig Urlaub

20 November 2019 - Das Lesen dieses Beitrages dauert 5 Minuten

Arbeitsmarkt

Das Ergebnis zeigt: Die Zufriedenheit unter den Freelancern ist hoch, die Verdienstmöglichkeiten ebenso. So bezeichnen sich fast zwei Drittel (62 Prozent) als zufrieden oder sehr zufrieden, unzufrieden sind lediglich zwei Prozent der Befragten. Demzufolge geht die deutliche Mehrheit (60 Prozent) fest davon aus, auch in fünf Jahren noch freiberuflich zu arbeiten, nur jeder Zehnte (10 Prozent) plant das nicht.

Auch finanziell lohnt es sich für die Digitalexperten als Freiberufler tätig zu sein: Fast zwei Drittel (61 Prozent) gaben an, in den letzten zwölf Monaten ein Einkommen von mehr als 100.000 Euro erzielt zu haben, bei mehr als jedem fünften (22 Prozent) waren es sogar über 200.000 Euro. Der Preis: Freelancer arbeiten länger und haben weniger Urlaub. Mehr als die Hälfte der Freelancer (59 Prozent) arbeitet mehr als 40 Stunden die Woche. Zudem verzichten viele freiberuflichen Experten auf Urlaub: Fast die Hälfte (49 Prozent) hatte in den letzten zwölf Monaten nicht mehr als 20 Urlaubstage, fast jeder Dritte (31 Prozent) sogar maximal 15. Das gilt aber nicht für alle: 22 Prozent genossen über 30 freie Tage.

Herausforderung: Projektakquise – Motivation: Unabhängigkeit

Als größte Herausforderung betrachten die befragten Experten die Akquise neuer Projekte: Mit 62 Prozent ist sie das mit großem Abstand größte Problem freiberuflicher Tätigkeit. Motiviert sind die Freelance-Experten weniger von der Aussicht auf höheren Verdienst: Die wichtigste Motivation, freiberuflich zu arbeiten, ist für ein Drittel der Befragten (33 Prozent) die eigene Unabhängigkeit. 20 Prozent suchen abwechslungsreichere Tätigkeiten, 14 Prozent wollen eigene Ideen umsetzen können. Der wichtigste Faktor bei der Annahme neuer Aufträge ist denn auch, dass es sich um eine interessante Aufgabe handelt – dies gaben zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten an.


Quelle: Befragung von Outvise

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