Krank zur Arbeit

Arbeitsmarkt

Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer und Freelancer in Deutschland machen Überstunden oder arbeiten krank, aller Risiken zum Trotze. Dieses beunruhigende Ergebnis hat eine Umfrage der Personalberatung SThree zu aktuellen Arbeitssituationen und Vorstellungen der Arbeitswelt. Die Wünsche der Befragten widersprechen indes dieser Präsenzkultur, denn 73 Prozent der Berufstätigen in Deutschland würden sich ihre Arbeitszeit gerne komplett frei einteilen, selbst wenn dies zu Arbeit am Wochenende führt. Dieser Wunsch nach ausgeprägter Flexibilität findet sich immerhin wachsend in Form flexibler Arbeitszeitmodelle der Arbeitgeber wieder.

71 Prozent der Befragten arbeiten trotz Krankheit und dies, obwohl es vom Arbeitgeber offenbar nicht erwartet wird. Man geht dennoch krank arbeiten, weil die Aufgaben sonst liegen bleiben (42 Prozent) sowie aus Eigenmotivation (31 Prozent). Dabei sind sich die Berufstätigen der negativen Folgen ihres Verhaltens bewusst. Hierzu zählen die Gefahr, Kollegen anzustecken (77 Prozent), verzögerte Genesung (74 Prozent) und geringere Arbeitsqualität (22 Prozent).

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Nur 12 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen die Befragten zu Hause, aber 39 Prozent würden lieber häufiger fern des Büros arbeiten, des effektiveren Arbeitens wegen (55 Prozent) und aufgrund stärkerer Motivation (54 Prozent).

Quelle: Umfrage der Personalberatung SThree mit 1.164 Teilnehmern

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