Motivation im Job: Kollegen machen den Unterschied

15 April 2019 - Das Lesen dieses Beitrages dauert 7 Minuten

Employer Branding

Auf ein gutes Miteinander kommt es im Arbeitsleben besonders an: Für fast jeden zweiten Deutschen ist das gute Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten der wichtigste Faktor für ihre Arbeitsmoral. Fast jeder Dritte möchte sich auch abseits der eigentlichen Tätigkeit mit den Kollegen gut verstehen. Das sind Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage "Arbeitsmotivation 2019", für die 1.004 Bundesbürger befragt wurden. Auftraggeber der Studie ist die ManpowerGroup Deutschland.

82 Prozent der Deutschen geben an, ihre Arbeitsmoral hänge von ihrem Arbeitsumfeld, Kollegen oder Aufmerksamkeiten ab. Sie lassen sich durch unterschiedliche Faktoren positiv in ihrem Job beeinflussen. Auch wenn die Vorlieben hier verschieden sind, gibt es doch einige Möglichkeiten, viele Mitarbeiter zu motivieren. 46 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sagen, ein gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten wirke sich positiv auf ihre Moral aus. An zweiter Stelle der Motivationsfaktoren folgen mit 34 Prozent die flexiblen Arbeitszeiten wie zum Beispiel Gleitzeit oder ein Arbeitszeitkonto. 30 Prozent ist ein gutes Verhältnis zu Kollegen auch über die Arbeit hinaus wichtig. Kostenlose Getränke und guter Kaffee landen ebenfalls noch in den Top Fünf der Motivationshelfer. 24 Prozent der Befragten legen zudem Wert darauf, dass viel im Team gearbeitet wird.

Geld ist nicht alles

Fühlen sich die Mitarbeiter wohl in ihrem Team und stimmt das Betriebsklima, sehen sie sogar über weniger Lohn hinweg, besagt die Studie. Nette Kollegen und die Inhalte der Tätigkeit übertrumpfen für 64 Prozent der Deutschen das pralle Gehaltskonto. Nicht nur die Kollegen, auch die Art des Berufes soll die Bundesbürger glücklich machen. 77 Prozent der Befragten wollen keinen Job haben, der sie langweilt oder stresst - selbst wenn dieser hervorragend bezahlt wird. Vor einem Jahr waren es noch vier Prozentpunkte weniger. Zwar suchen die Deutschen in ihrem Job zunehmend Erfüllung, doch gleichzeitig wächst die Bedeutung der Work-Life-Balance. 55 Prozent der Befragten sagen, sie würden gerne nur vier Tage die Woche arbeiten und für dieses Plus an Freizeit finanzielle Einbußen hinnehmen. Bei der Vorjahresbefragung teilten diese Meinung nur 49 Prozent und damit sechs Prozentpunkte weniger.

Motivationsfaktor schöner Arbeitsplatz

Manchmal reichen schon kleine Schritte zu einem besseren Klima im Unternehmen. Während bei vielen Motivationsfaktoren die Bedeutung im Vergleich zur Vorjahresbefragung leicht abgenommen hat, steigt die Wichtigkeit anderer Punkte an. Ein schönes Umfeld an ihrem Arbeitsplatz ist zunehmend mehr Deutschen wichtig. Pflanzen im Büro finden beispielsweise 20 Prozent der Bundesbürger motivierend - im Vorjahr waren es 18 Prozent. Eine individuelle Schreibtischgestaltung etwa mit Bildern der Liebsten stärkt die Arbeitsmoral von 16 Prozent der Deutschen (2018: 13 Prozent). Moderne Büromöbel schätzen 15 Prozent (2018: 14 Prozent).

Quelle: Bevölkerungsbefragung "Arbeitsmotivation 2019", durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Toluna online im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland

Verwandte Beiträge

refresh Weitere Beiträge