Die Bundesregierung erleichtert den Zugang zur Kurzarbeit

24 März 2020 - Das Lesen dieses Beitrages dauert 6 Minuten

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Stand der Maßnahmen vom 23. März 2020

Die Corona-Krise hält die Weltwirtschaft in Atmen. Um den Arbeitsplatzverlust von deutschen Arbeitnehmern zu verhindern, beschloss das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einige Gegenmaßnahmen zum aktuellen Negativtrend. Diese Maßnahmen treten sofort in Kraft.

Unteranderem werde es den Arbeitgebern nun gestattet sein, die Kurzarbeit rückwirkend bis zum 1. März zu beantragen. Dies sei notwendig, um den unvorhergesehenen wirtschaftlichen Schaden in einer so turbulenten Krise für Unternehmen und Mitarbeiter abzufangen. Auch die Zeitarbeiter sind in dieser gesetzlichen Veränderung miteingeschlossen. Eine weitere Maßnahme ist die temporäre Abschaffung der Minusstunden. Zuvor mussten Arbeitnehmer ein Arbeitszeitkonto mit einer Vielzahl an Minusstunden vorweisen können, um das Kurzarbeitergeld genehmigt zu bekommen.

Allgemein gilt nun, wer mindestens 10 Prozent Arbeitsausfall hat, wird ein Kurzarbeitergeld erfolgreich anfordern. Ausgezahlt bekommt der Arbeitnehmer 60 Prozent seines Nettolohns. 67 Prozent sind es bei Arbeitnehmern mit Kindern. Auch die Beiträge an die Sozialversicherung werden von der Bundesagentur für Arbeit übernommen und nach der Beitragszahlung an den Arbeitgeber zurückerstattet. Die Agentur verpflichtet die Arbeitgeber im Gegenzug nun dazu, alle Arbeitsausfälle unverzüglich zu melden.

Hubertus Heil, Minister für Arbeit und Soziales, erklärte in seiner Stellungnahme: „Die deutschen Unternehmen und die Beschäftigten brauchen jetzt unsere volle Unterstützung. Neben der Gesundheit der Menschen müssen wir deshalb auch ihre Arbeitsplätze schützen. Dazu haben wir in der vergangenen Woche kurzfristig ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht.“
Alle weiteren Informationen zum Kurzarbeitergeld sind auf der Homepage des BMAS zu finden


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