Keine regelmäßige Arbeitsstätte für Zugbegleiterin

22 Dezember 2017 - - Das Lesen dieses Beitrages dauert 5 Minuten
Urteile
Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass eine Zug-Servicemitarbeiterin keine regelmäßige Arbeitsstätte an einem Bahnhof hat, an welchem sie ihren Dienst täglich beginnt und beendet. Ihre Haupttätigkeit verrichtet die Mitarbeiterin in einem solchen Fall vielmehr im Zug.

Die klagende Servicemitarbeiterin der DB Fernverkehr AG hatte für die Fahrten zwischen ihrem Wohnort und dem Bahnhof Köln (Dienstbeginn) von der DB Fernverkehr AG ein Job-Ticket erhalten und in ihrer Einkommensteuererklärung für 2013 für die Wege zwischen ihrer Wohnung und dem Kölner Bahnhof als angenommene regelmäßige Arbeitsstätte die Werbungskostenpauschale geltend gemacht. Das Finanzamt erkannte dies nicht an und stufte die Fahrten als Dienstfahrten ein. Dagegen hatte die Dame ohne Erfolg geklagt.

Das Finanzgericht bestätigte in seinem Urteil die Auffassung des Finanzamtes und argumentierte, der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit der Dame sei in den Zügen gewesen, in welchen sie ihren Dienst erbracht habe – und nicht an einem Bahnhof, an welchem sie ihren Dienst regelmäßig begann und beendete. Es handele sich in diesem Fall folglich um eine Auswärtstätigkeit der Servicemitarbeiterin in den Zügen. Bei einer Auswärtstätigkeit könnten zwar grundsätzlich alle entsprechenden Reisekosten als Werbungskosten abgezogen werden, im vorliegenden Fall sei dies aber aufgrund des Job-Tickets nicht möglich.

Die Revision wurde nicht zugelassen.

Quelle: Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz mit Az. 2 K 2581/14

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Weitere Informationen

Kontaktieren Sie uns

Folge uns auf: