Auch kirchliche Arbeitgeber müssen Verhältnismäßigkeit wahren

Urteile

Arbeitgeber haben grundsätzlich nicht das Recht, von ihren Bewerbern eine Religionszugehörigkeit zu fordern. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden.
Allerdings gibt es Einschränkungen: So darf der Arbeitgeber die Religionszugehörigkeit nur dann voraussetzen, wenn es „objektiv geboten“ ist und die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt. Das bedeutet: Ein Pfarrer sollte durchaus der Kirche angehören, für die er predigt und von der er Gehalt bezieht. Die Referentin einer Antirassismus-Stelle darf hingegen konfessionslos sein. Im Zweifel muss ein Gericht klären, wann die Verhältnismäßigkeit gewahrt ist.

Geklagt hatte eine Bewerberin, die bei der Caritas gerne Antirassismus-Referentin geworden wäre – allerdings wurde sie abgelehnt, weil sie konfessionslos ist. Dagegen klagte die Frau. Der Europäische Gerichtshof gab ihr recht.

Weitere Informationen zu diesem Urteil finden Sie in der Anlage.

Quelle: Europäischer Gerichtshof

Verwandte Beiträge

refresh Weitere Beiträge