Künstlersozialabgabe sinkt deutlich

Gesetzliche Änderungen & Urteile

Der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung wird im kommenden Jahr spürbar gesenkt. Laut Entwurf der Künstlersozialabgabe-Verordnung 2018 ist eine Absenkung von derzeit 4,8 Prozent auf nur noch 4,2 Prozent vorgesehen. Der Entwurf befindet sich aktuell in der Ressortabstimmung. Somit sinkt die Künstlersozialabgabe erneut, bereits in diesem Jahr hatte es eine Senkung von 5,2 Prozent auf 4,8 Prozent gegeben.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales führt diese Entwicklung in der Hauptsache auf die verstärkte Prüf- und Beratungstätigkeit der Deutschen Rentenversicherung und der Künstlersozialkasse seit Inkrafttreten des „Gesetzes zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes“ im Jahre 2015 zurück - seitdem wurden etwa 50.000 abgabepflichtige Unternehmen neu erfasst.

Über die Künstlersozialversicherung werden derzeit rund 185.000 selbständige Künstler und Publizisten als Pflichtversicherte in den Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung einbezogen. Die Hälfte der Beiträge wird von den Kunstschaffenden selbst getragen, die andere Hälfte setzt sich aus einem Bundeszuschuss und der Künstlersozialabgabe jener Betriebe zusammen, welche künstlerische und publizistische Leistungen in Anspruch nehmen.

Die Künstlersozialabgabe-Verordnung 2018 soll bis Ende September 2017 im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

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