Wunsch und Wirklichkeit

Flexible Arbeitszeiten: Generation Y im Zwiespalt

14. Februar 2017

Das Karrierenetzwerk ABSOLVENTA hat in seinem aktuellen GenY-Barometer junge Berufsanfänger nach ihren Wünschen in puncto Arbeitszeitflexibilität befragt. Die Ergebnisse werfen ein durchaus ernüchterndes Licht auf die so genannte Generation Y.

Drei Viertel der jungen Menschen bevorzugt klassische Kernarbeitszeiten in der Spanne von 7 bis 17 Uhr und die meisten wünschen eine Wochenarbeitszeit von rund 36 Stunden. Mit wahrhaftiger Flexibilität haben diese Präferenzen eher wenig zu tun.

Flexible Arbeitszeiten erscheinen der Generation Y offensichtlich vor allen Dingen dann attraktiv, wenn die Begriffe Freizeit und persönliche Freiheit ins Spiel kommen. Fast alle Befragten mit positiver Einstellung zu flexibler Arbeitszeit verbinden dies mit mehr Selbstbestimmung der eigenen Zeit, etwa für private Termine oder auch für Ziele wie Sabbaticals. Wie allerdings ein Arbeitszeitkonto für genau diese Zwecke angefüllt werden soll, bleibt eher rätselhaft, denn eine Mehrheit spricht sich klar gegen Arbeit an Wochenenden, Feiertagen oder in den Abendstunden aus.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die so genannte Work-Life-Balance der zentrale Treiber für die Auseinandersetzung der jungen Leute mit dem Thema flexible Arbeitszeiten ist. Man möchte genug Freizeit und Ausgleich zum Arbeitsleben haben. Die Bereitschaft, für diese Ziele flexibel einsatzbereit zu sein, ist allerdings eher mäßig ausgeprägt.

Der GenY-Barometer wird regelmäßig von ABSOLVENTA gemeinsam mit dem Beratungs- und Marktforschungsunternehmen trendence und in Kooperation mit der Hochschule Koblenz realisiert.