Bürokratische Entlastungen für HR?

Neues Gesetz schafft kleine Vereinfachungen

18. April 2017

Der Bundestag hat am 30. März 2017 das Zweite Bürokratie Entlastungsgesetz in Zweiter und Dritter Lesung beschlossen. Für die Praxis der Entgeltabrechnung sind insbesondere drei Neuerungen interessant:

Im Gebiet der Sozialversicherung wird die Änderung der Fälligkeitsregelung des § 23 Abs. 1 SGB IV in den Personalabteilungen deutscher Unternehmen für Freude sorgen, denn die neue Fassung erlaubt es nun den Arbeitgebern mit Blick auf die Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge, im Falle von noch nicht feststehenden Entgelten die Beträge des Vormonats als Grundlage für den zu zahlenden Beitrag heranzuziehen. Diese Vereinfachung befreit Arbeitgeber faktisch von der bisherigen Praxis der Beitragsschätzung.

Der Bereich Lohnsteuer meldet mit Blick auf die Entgeltpraxis vor allen Dingen zwei veränderte Regelungen: Erstens wird die Grenze für die vierteljährliche Abgabe von Lohnsteuer-Anmeldungen von 4.000 € auf 5.000 € angehoben und zweitens wird für kurzfristig Beschäftigte bei der pauschalen Lohnsteuer das zulässige tägliche Höchstarbeitsentgelt um 4 Euro auf 72 Euro angehoben.   Vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung des Bundesrates wird das Gesetz in Bälde rückwirkend zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.

Quelle: Deutscher Bundestag