Umziehen für den neuen Job

Die Deutschen zeigen sich heimatverbunden – und doch flexibel

18. Mai 2017

Eine aktuelle Umfrage der Jobsuchmaschine Jobrapido hat bemerkenswerte Ergebnisse ergeben. So ist ein knappes Drittel der Deutschen schon einmal wegen eines neuen Jobs in eine andere Stadt gezogen, was dem landläufigen Bild der heimatverbundenen Deutschen widerspricht. Wahr ist umgekehrt allerdings auch, dass mehr als zwei Drittel der Deutschen noch nie wegen einer Arbeitsstelle die Heimat verlassen haben. Zudem haben immerhin drei Prozent bereits eine Stelle abgelehnt, weil diese einen Umzug erfordert hätte. 29 Prozent der Befragten würden außerdem künftig einen Ortswechsel aus Jobgründen ablehnen.

Das genannte „ortsflexible Drittel“ bewegt sich aus unterschiedlichen Motiven an andere Wohnorte. 31 Prozent sehen die Chance auf ein neues Leben und neue Erfahrungen im Vordergrund, 18 Prozent lockt die Chance auf den Traumjob und 11 Prozent reisen dem Geld hinterher. Interessant auch: Für den Erhalt des aktuellen Jobs würden gerade einmal drei Prozent umziehen und jeder Vierte lehnt den Fortzug der Karriere wegen kategorisch ab.

Hauptargument gegen das Verlassen der Heimat ist das soziale Umfeld. Familie und Freunde haben bei den Deutschen einen hohen Stellenwert. Darüber hinaus würde ein Viertel der Befragten nur in eine nahe gelegene andere Stad ziehen, um wenigstens an den Wochenenden in der Heimat sein zu können. Ein tägliches Pendeln zwischen zwei Städten stößt bei vielen Arbeitnehmern hingegen nur auf wenig Gegenliebe: 27 Prozent lehnen dies grundsätzlich ab und für weitere 38 Prozent würde Pendeln nur dann in Frage kommen, wenn sie maximal 30 Minuten bis zu ihrem Arbeitsplatz benötigen.

Quelle: Eigener Bericht mit Studienmaterial von Jobrapido