Die Pläne in Berlin – Steuerliche Familienförderung

11. September 2017

In Kürze wird ein neuer Bundestag gewählt. Die Parteien machen in ihren Programmen auch Aussagen zu steuerlichen Anreizen zur Förderung der Familie.

Die CDU/CSU will den Kinderfreibetrags in zwei Stufen auf das Niveau des Erwachsenenfreibetrags anheben und auch das Kindergeld erhöhen. In der ersten Stufe soll es 25 Euro mehr pro Kind geben, die zweite Stufe soll spätestens ab 2021 folgen. Weiterhin soll die Steuerbefreiung für Arbeitgeberzuschüsse zur Kinderbetreuung künftig bis zum Ende der Grundschulzeit gelten.

Die Sozialdemokraten wollen einen Familientarif mit Kinderbonus einführen, demzufolge jedes Elternteil 150 Euro pro Kind von seinem zu versteuernden jährlichen Einkommen abziehen kann. Das Kindergeld und der Kinderzuschlag sollen zu einem erweiterten Kindergeld für Familien und Alleinerziehende mit niedrigem Einkommen zusammengefasst werden.

Die Grünen planen einen Kindergeld-Bonus für Eltern mit geringem Einkommen und dazu eine einkommensunabhängige Kindergrundsicherung, welche das Kindergeld und die Kinderfreibeträge ersetzen soll. Das Elterngeld soll durch die so genannte KinderzeitPlus mit staatlicher Förderung der Arbeitszeit der Eltern in bestimmten Phasen ersetzt werden. Das Ehegattensplitting soll abgeschafft werden.

Die Freidemokraten wollen am Ehegattensplitting festhalten, aber die Kinderfreibeträge erhöhen. Die FDP ist auch für die volle Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten bis zum Höchstbetrag. Außerdem soll eine Verbesserung der steuerlichen Berücksichtigung insbesondere von häuslichen Pflege- und Betreuungstätigkeiten erreicht werden.

Die Linke will das Kindergeld auf 328 Euro pro Kind erhöhen und plant zudem die Zusammenfassung pauschaler Geldleistungen zu einer Kindergrundsicherung. Das Ehegattensplitting soll durch "familienfreundliche Steuermodelle" ersetzt werden.

Die AfD will das Ehegattensplitting durch ein Familiensplitting ersetzen.

Quelle: Eigener Bericht