BMF-Schreiben zur Firmenwagenbesteuerung

4. Oktober 2017

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat ein neues steuerliches Anwendungsschreiben zur Firmenwagenbesteuerung veröffentlicht, in welches jüngste Urteile des Bundesfinanzhofes einfließen.

Kernaussagen des Schreibens

Nutzt ein/e Arbeitnehmer/in einen Firmenwagen außerdienstlich und zahlt er/sie dafür Nutzungsentgelte, so mindern diese den steuer- und beitragspflichtigen Nutzungswert des Fahrzeugs. Als Nutzungsentgelte in diesem Sinne gelten arbeitsvertraglich oder auf anderer arbeitsrechtlicher Grundlage vereinbarte nutzungsunabhängige pauschale Beträge ebenso wie Kilometerpauschalen, vom/von der Beschäftigten übernommene Leasingraten oder von diesem/von dieser übernommene einzelne Kfz-Kosten wie Benzin- oder Reparaturkosten. Die Berücksichtigung erfolgt sowohl im Rahmen der so genannten 1 %-Regelung bzw. 0,03 %-Regelung als auch im Rahmen der Fahrtenbuchmethode.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die individuellen Kfz-Kosten des/der Beschäftigten im Rahmen des Lohnsteuerabzugsverfahrens anzurechnen, sofern sich aus der arbeitsvertraglichen oder einer anderen arbeits- oder dienstrechtlichen Rechtsgrundlage nichts anderes ergibt.

Quelle: Bundesfinanzministerium, BMF-Schreiben vom 21.9.2017: "Lohnsteuerliche Behandlung vom Arbeitnehmer selbst getragener Aufwendungen bei der Überlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs“