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Interview – Fokus: Roadmap fĂŒr H4S4 in der Theorie

Experten-Interview: Roadmap fĂŒr SAP H4S4. Das ist die Theorie!

Interview – Fokus: Roadmap fĂŒr H4S4 in der Theorie

Frage: Der Readiness Check liefert nach der DurchfĂŒhrung eine umfassende Bestandsanalyse des Systems. Basierend auf den Daten erfolgt die Erstellung einer sogenannten Roadmap. GrundsĂ€tzlich gefragt: Was können sich Kunden darunter vorstellen?

Stefan Heinrich: Die Umstellung von SAP HCM auf SAP S/4HANA HCM bezieht sich auf die Aktualisierung des bestehenden SAP HCM-Systems auf die neuere SAP S/4HANA-Plattform fĂŒr das Personalwesen und das Human Capital Management. Dies ermöglicht modernisierte BenutzeroberflĂ€chen, bessere Integration, Echtzeit-Analyse, optimierte Prozesse und Zukunftssicherheit. 

Frage: Bis wann wird das aktuelle System noch unterstĂŒtzt? 

Heinrich: Beachten Sie, dass SAP HCM voraussichtlich bis zum Jahr 2027 unterstĂŒtzt wird, danach ist eine Migration auf SAP S/4HANA HCM ratsam. Eine sorgfĂ€ltige Planung und Umsetzung sind erforderlich.

Frage: Was bedeutet die Roadmap konkret im Zusammenhang mit dem SAP Readiness Check?

Heinrich: Eine "Roadmap" im Kontext des SAP Readiness Checks bezieht sich auf einen konkreten Aktionsplan, oder einen detaillierten Zeitplan, der von Unternehmen genutzt wird, um die Umstellung von ihrem aktuellen SAP HCM-System auf SAP S/4HANA zu planen und zu steuern. Diese Roadmap ist das Ergebnis der umfassenden Bestandsanalyse des Systems, die durch den Readiness Check durchgefĂŒhrt wurde. 

Frage: Was können sich Kunden darunter vorstellen?

Heinrich: Die Roadmap stellt in zeitlicher Abfolge dar, wie die Migration von SAP HCM zu SAP S/4HANA durchgefĂŒhrt wird. Es gibt klare Schritte und Zeitrahmen, die definiert sind, um die Umstellung zu planen und zu steuern. Außerdem werden die konkreten Aufgaben und AktivitĂ€ten aufgelistet, welche im Rahmen der Migration durchgefĂŒhrt werden mĂŒssen. Dies umfasst die Datenmigration, Anpassungen an Prozessen und Systemen, Tests, Schulungen und andere relevante Maßnahmen.

Frage: Gibt es noch weitere Punkte?

Heinrich: Das betrifft die Verantwortlichkeiten, welche Teams oder Einzelpersonen fĂŒr die jeweiligen Aufgaben und AktivitĂ€ten verantwortlich sind sowie die AbhĂ€ngigkeiten, sprich welche Aufgaben oder AktivitĂ€ten voneinander abhĂ€ngig sind und welche in bestimmter Reihenfolge ausgefĂŒhrt werden mĂŒssen.

Frage: Welche weiteren Aspekte berĂŒcksichtigt die Roadmap?

Heinrich: Zum einen die Meilensteine, welche dazu dienen den Fortschritt zu ĂŒberwachen und sicherzustellen, dass das Projekt im Zeitplan liegt. Zum anderen Informationen zu Budgets und benötigten Ressourcen enthalten.

Abschließend noch die Punkte Risikobewertung und -management sowie Kommunikation und Change Management.

Frage: Bevor es in die Umsetzung geht. Welche Punkte sollte die Roadmap zwingend enthalten?

Eine umfassende Roadmap fĂŒr die Migration von SAP HCM zu SAP S/4HANA sollte zwingend folgende 16 Punkte enthalten:

  1. Ziele und BegrĂŒndung: Klare Definition der Ziele und GrĂŒnde fĂŒr die Migration, einschließlich der erwarteten GeschĂ€ftsvorteile.
     
  2. Projektinitiierung: Festlegung der Projektziele, Festlegung der Projektverantwortlichen und Bildung eines Projektteams.
     
  3. Zeitplan: Ein detaillierter Zeitplan, der die Schritte der Migration in zeitlicher Abfolge darstellt. Dies beinhaltet Meilensteine und Zeitrahmen.
     
  4. Analyse des aktuellen Zustands: Eine grĂŒndliche Analyse des aktuellen SAP HCM-Systems, um den Ausgangspunkt fĂŒr die Migration zu verstehen.
     
  5. Datenmigration: Planung und Umsetzung der Datenmigration von SAP HCM zu SAP S/4HANA, einschließlich Datenbereinigung und -validierung.
     
  6. Anpassungen und Erweiterungen: Identifizierung von Anpassungen und Erweiterungen im SAP HCM-System, die in SAP S/4HANA ĂŒbertragen und angepasst werden mĂŒssen.
     
  7. Testing und Validierung: Entwicklung von TestplĂ€nen und DurchfĂŒhrung umfassender Tests, um sicherzustellen, dass SAP S/4HANA ordnungsgemĂ€ĂŸ funktioniert.
     
  8. Schulung und Change Management: Schulung der Mitarbeiter, um sicherzustellen, dass sie mit SAP S/4HANA vertraut sind, sowie Implementierung eines Change-Management-Programms.
     
  9. Budget und Ressourcen: Klare Definition des Budgets und der benötigten Ressourcen fĂŒr die Migration.
     
  10. Risikobewertung und -management: Identifikation möglicher Risiken und Entwicklung von Strategien zur Risikominimierung und -bewÀltigung.
     
  11. Compliance und Datenschutz: BerĂŒcksichtigung von Compliance-Anforderungen und Datenschutzbestimmungen wĂ€hrend der Migration.
     
  12. Kommunikation: Entwicklung von KommunikationsplĂ€nen, um alle relevanten Parteien ĂŒber den Fortschritt und die Änderungen auf dem Laufenden zu halten.
     
  13. Meilensteine und Fortschritt: Die Roadmap sollte Meilensteine enthalten, um den Fortschritt des Projekts zu ĂŒberwachen und sicherzustellen, dass es im Zeitplan liegt.
     
  14. Post-Migration und Optimierung: Planung fĂŒr die Zeit nach der Migration, einschließlich der Überwachung des Systems und der Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten.
     
  15. AbhÀngigkeiten: Klare Darstellung der AbhÀngigkeiten zwischen den verschiedenen Aufgaben und AktivitÀten in der Roadmap.
     
  16. Verantwortlichkeiten: Festlegung von Verantwortlichkeiten, indem angegeben wird, wer fĂŒr die Umsetzung der einzelnen Aufgaben und AktivitĂ€ten verantwortlich ist.

Frage: Wie können sich Kunden in der Theorie eine grundsÀtzliche Roadmap vorstellen?

Heinrich: Zusammengefasst können sich Kunden unter einer "Roadmap" im Rahmen des SAP Readiness Checks fĂŒr SAP HCM zu SAP S/4HANA eine gut strukturierte und geplante Darstellung vorstellen, wie die Migration umgesetzt wird. Die Roadmap dient als Leitfaden, um sicherzustellen, dass die Migration reibungslos verlĂ€uft, Risiken minimiert werden und die GeschĂ€ftsziele erreicht werden. 

Sie kann je nach den spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten Ihres Unternehmens angepasst werden, sollte jedoch diese grundlegenden Elemente enthalten.

Hier geht es zum zweiten Teil mit unserem Experten Stefan Heinrich und dem Fokus auf die praktische Umsetzung.

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      Christoph Mers

      Online Content Manager