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Arbeitsunterbrechungen kosten Unternehmen Milliarden

-Lesezeit: 4 Minuten
114 Milliarden Mehrkosten durch Unterbrechungen

Kurz ins Meeting. Schnell die eingehende Email beantworten. Zwei von zahlreichen Unterbrechungen am Arbeitsplatz. Diese Arbeitsunterbrechungen kosten Firmen Milliarden an Euro.

Mehrkosten von 114 Milliarden Euro

Laut einer Studie von New Work Innovation belaufen sich die jährlichen Mehrkosten für Unternehmen durch Arbeitsunterbrechungen sowie -einschränkungen auf satte 114 Milliarden Euro.  Das ist das vorläufige Ergebnis einer sogenannten Tagebuchstudie.

Diese Studie bezieht sich ausschließlich auf Unternehmen aus Deutschland. Teilgenommen hatten 637 Beschäftigte aus 25 Unternehmen aus 12 Branchen in einem Zeitraum von Dezember 2021 bis Februar 2022.

Unterbrechung alle vier Minuten

Die Studie ergab, dass Beschäftigte im Durchschnitt alle vier Minuten durch eine Ablenkung von Ihrer Tätigkeit unterbrochen werden. Aufsummiert auf einen Monat ergibt das volle drei Arbeitstage. Doch was sind die größten Störfaktoren?

Zu den drei meist genannten Unterbrechungen gehören:

  • E-Mails
  • Unwichtige Telefonate
  • Messenger-Dienste

Erhöhte Fehlerquote

Die ständigen Unterbrechungen führen nicht bloß zu Mehrkosten in Milliardenhöhe. Außerdem sorgen diese Arbeitseinschränkungen dafür, dass sich das Stresslevel und die Fehlerquote der Mitarbeiter*innen deutlich erhöhen.

Ständige Aufgabenwechsel durch Multitasking sorgen nicht für eine bessere Qualität. Stattdessen steigt die Fehlerquote um bis zu 18 Prozent. Durch den Wechsel zwischen zwei Aufgaben verlängert sich die sogenannte Re-Fokussierungszeit des Gehirns um mindestens 15 Prozent.

Unnötige Meetings

Ein weiterer Faktor sind die zahlreichen und zum Teil unnötigen Meetings. Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie wurde dieser Faktor noch einmal verstärkt.

Laut den Teilnehmenden könnten 35 Prozent der persönlichen oder virtuellen Meetings entfallen. Die Studie ergab ebenfalls, dass ein erhöhter Grad an Digitalisierung in Unternehmen zu einer größeren Fragmentierung und mehr Multitasking führt.

Besonders Führungskräfte leiden noch stärker darunter. Durch den zersplitterten Alltag sind diese oftmals stressgeplagter als Ihre Mitarbeiter*innen.

„Damit liegt uns zum allerersten Mal eine valide und repräsentative Datenbasis über das wichtige Thema Fragmentierung im Arbeitsalltag vor“, so die Studienleiterin und Wirtschaftspsychologin Vera Starker.

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