Neue europaweite Umfrage von SD Worx zeigt: Eine Mehrheit der Menschen ist stolz auf ihre Arbeit

Je nach Land fällt die Zustimmung aber unterschiedlich aus

27 August 2020

Wie eine neue Umfrage zeigt, ist die Mehrheit der Menschen stolz auf die Arbeit, die sie aktuell leistet. In Deutschland trifft das auf 64,1 Prozent der dort befragten Arbeitnehmer zu. Ganz oben in der Rangfolge sind aber die Belgier mit 80 Prozent. Weitere Länder, die in der Befragung abgebildet wurden, sind die Niederlande (70,7 Prozent), das Vereinigte Königreich (64,5 Prozent) und Frankreich (57,1 Prozent). Durchgeführt hat die Umfrage der Payroll- und HR-Service Provider SD Worx in Kooperation mit der Antwerp Management School im ersten Quartal 2020, also noch vor der COVID-19-Krise.
Ziel von SD Worx war es, mehr über die aktuelle Arbeitssituation von Menschen in ganz Europa zu erfahren. Der Fokus der Umfrage lag zwar auf den Auswirkungen der Digitalisierung am Arbeitsplatz. Aber zugleich wurde auch ermittelt, wie stolz Menschen auf ihre Arbeit sind und wie zufrieden sie in ihrem Unternehmen sind. Gemessen wurden die Ergebnisse vor COVID-19-Krise und sie zeigen, dass eine Mehrheit stolz auf ihre Arbeit ist. In Belgien stimmen dem 8 von 10 Arbeitnehmern zu, in den Niederlanden sind es 7 von 10 und im Vereinigten Königreich, Deutschland und Frankreich sind es etwa 6 von 10.

Allgemeine Zufriedenheit

Aber sind die Arbeitnehmer in ihrem Unternehmen auch zufrieden? Hier fallen die Ergebnisse unterschiedlich aus. In Belgien sind 72 Prozent an ihrem Arbeitsplatz zufrieden beziehungsweise sogar sehr zufrieden. Danach folgen die Niederlande (66,9 Prozent). Deutschland (62,6 Prozent) und Frankreich (55,4 Prozent) liegen im Mittelfeld. Schlusslicht ist das Vereinigte Königreich (53 Prozent).

„Die hohe Zufriedenheit ist ein positives Zeichen für Arbeitgeber, denn sie wirkt sich entsprechend auf die Mitarbeiterbindung und -leistung aus“, erklärt Ans De Vos, Professor an der Antwerp Management School, der sich auf das Thema „Next generation work: Creating sustainable careers“ spezialisiert hat. „Die Herausforderung besteht darin, die Zufriedenheit der Mitarbeiter aufrechtzuerhalten, aber zugleich zu vermeiden, dass sie in eine Komfortzone kommen, die sie nicht mehr verlassen wollen. Letzteres passt nämlich nicht mehr zu der sich rasch wandelnden Arbeitswelt, in der Anpassungsfähigkeit und Offenheit für Veränderungen die entscheidenden Faktoren für nachhaltige Karrieren sind.“

Voller Energie am Arbeitsplatz

Generell sind Arbeitnehmer also stolz und zufrieden. Gehen sie daher auch gerne zur Arbeit? Die Zahlen scheinen das zu bestätigen. In Deutschland sind 54,6 Prozent der Befragten von ihrem Job begeistert und 46,9 Prozent von ihnen sind am Arbeitsplatz voller Energie. In Belgien (73,4 Prozent) und den Niederlanden (65,9 Prozent) ist die Begeisterung sogar noch weitaus höher. Niedriger ist sie dafür in Frankreich (53,9 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (52,7 Prozent). Insgesamt gelingt es also viele Unternehmen, ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen.

„Im europäischen Vergleich haben wir alle recht gut abgeschnitten. Wir haben alle eine hohe Punktzahl erreicht. Das erfüllt uns alle mit Stolz. Aber es ist wichtig, wachsam zu bleiben, damit die Zahlen hoch bleiben. Die Zufriedenheit am Arbeitsplatz hängt von verschiedenen Faktoren ab. Noch ist offen, wie sich die COVID-19-Krise auf sie auswirken wird. Aber zurzeit sind für viele Arbeitnehmer die eigene Gesundheit und ihr Wohlbefinden ohne Zweifel die größte Sorge. Sie müssen daher das Gefühl haben, dass ihre Vorgesetzten sich auch mit diesem Aspekt ihres Lebens beschäftigen“, sagt Tanja Büchsenschütz, Director HR bei SD Worx Deutschland.

„Zudem ist es wichtig, ihre Arbeit herausfordernd zu gestalten und sicherzustellen, dass sie ein gewisses Maß an Verantwortung tragen, mit der sie umgehen können. Wertschätzung ist ein weiterer wichtiger, aber oft unterschätzter Faktor. Wenn Mitarbeiter sich für ihre harte Arbeit geschätzt fühlen, steigert das den Wert ihres Jobs. Eines der großen Probleme für Mitarbeiter besteht darin, dass sie das Gefühl haben, sich im eigenen Unternehmen nicht weiterentwickeln zu können. Sie brauchen also ein anderes Gefühl, einen Ausblick auf die Möglichkeiten, anspruchsvollere und lohnendere Aufgaben zu übernehmen. All das sind einige der wichtigen Antriebskräfte für das Engagement der Menschen, die jeder Arbeitgeber täglich berücksichtigen sollte“, ergänzt Tanja Büchsenschütz.