58% der Arbeitgeber sagen, dass ihre Organisation flexible Karrrierewege unterstützt.
39% der Mitarbeitenden empfinden, dass sie mehr als ausreichende Flexibilität haben.
Quelle: SD Worx HR & Payroll Pulse 2025

Flexibles Arbeiten hat sich vom Randvorteil zum geschäftlichen Standard entwickelt. Dennoch stecken viele Unternehmen noch im reaktiven Modus fest – sie passen Richtlinien nur minimal an oder kehren zu alten Gewohnheiten zurück, anstatt den Wandel aktiv zu gestalten und zu nutzen.
Wenn Menschen „Flexibilität“ hören, denken sie oft an Remote-Work oder komprimierte Arbeitszeiten. Doch diese oberflächlichen Merkmale erzählen nicht die ganze Geschichte. In ihrer besten Form ist Flexibilität weit mehr als eine Liste von Ansprüchen. Sie fördert ein Design-Mindset, das uns einlädt, neu zu denken: Wie unterstützt Arbeit Menschen – und wie unterstützen Menschen Leistung?

58% der Arbeitgeber sagen, dass ihre Organisation flexible Karrrierewege unterstützt.
39% der Mitarbeitenden empfinden, dass sie mehr als ausreichende Flexibilität haben.
Quelle: SD Worx HR & Payroll Pulse 2025
Flexibles Arbeiten auf einer grundlegenden Ebene anzubieten, ist ziemlich einfach. Es gut zu gestalten, erfordert jedoch Arbeit.
Der Unterschied liegt in der Absicht. Eine Richtlinie sagt den Menschen, was sie tun dürfen, während ein designorientierter Ansatz mit einer tieferen Frage beginnt: Was brauchen Menschen, um erfolgreich zu sein – und wie lässt sich das mit den übergeordneten Zielen des Unternehmens in Einklang bringen?
Wenn Richtlinien für flexibles Arbeiten nicht an die Form der Arbeit und die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden, riskieren sie, zu einem Flickenteppich von Kompromissen zu werden, der niemanden zufriedenstellt und wenig löst. Doch wenn Flexibilität als System und nicht als Vergünstigung betrachtet wird, wird sie zu einem Instrument für Ausrichtung statt bloßer Anpassung.
Viele Organisationen lassen sich heute von Human-Centered Design inspirieren. Es ist ein praxisorientierter Ansatz, der Führungskräfte dazu einlädt, einen Schritt zurückzutreten, zu erkunden, was wirklich funktioniert, und von Grund auf neu zu gestalten.
Das Anwenden eines Design-Mindsets auf flexibles Arbeiten basiert auf einigen zentralen Prinzipien:
Empathie – Verstehen, was Menschen hilft, sich zu konzentrieren, zusammenzuarbeiten und zu regenerieren
Definieren – Die Ziele identifizieren, die in Rollen und Teams wirklich zählen
Ideen entwickeln – Neue Ansätze für Workflows, Rituale oder Kollaborations-gewohnheiten in Betracht ziehen
Testen und weiterentwickeln – Ideen ausprobieren, Feedback einholen und kontinuierlich verfeinern
Diese Denkweise ist in der heutigen Arbeitswelt besonders wirkungsvoll, weil sie Variation je nach Kontext ermöglicht, ohne die Kohärenz zu verlieren. Und sie spiegelt die Realität wider: Kein Modell funktioniert für alle – und schon gar nicht jederzeit.
Wie Katleen es ausdrückt:
„Vermeidet starre Vorgaben. Bezieht die Menschen ein, um gemeinsam herauszufinden, was funktioniert. Testet Ideen, sammelt Feedback und bleibt offen für Anpassungen.“
Einer der häufigsten Stolpersteine ist die Annahme, dass Konsistenz Gleichförmigkeit bedeutet. In der Praxis kann das, was für ein Team funktioniert, für ein anderes wirkungslos oder sogar schädlich sein.
Erfolgreiche Fleixibilitätsstrategien basieren auf:
Gerechtigkeit entsteht durch Reaktionsfähigkeit, nicht durch Gleichmacherei.
Deshalb ist das Ziel, eine Struktur zu schaffen, die Leistung unterstützt und gleichzeitig Raum für sinnvolle Variation lässt.
Um über bloße Absicht hinauszugehen, sollten wir uns auf diese fünf Gestaltungsbereiche konzentrieren:
Diese Hebel wirken am besten, wenn sie sowohl auf die Bedürfnisse des Unternehmens als auch auf die Teamdynamik abgestimmt sind. Richtig umgesetzt, steigern sie Energie und Vertrauen und reduzieren Verwirrung und Ermüdung.
Selbst gut durchdachte Strategien für flexibles Arbeiten können scheitern, wenn es an Klarheit oder Konsistenz in der Umsetzung fehlt. Häufige Probleme sind:
Katleen erinnert uns klar:
„Eine der größten Herausforderungen für HR-Leader ist interne Inkonsistenz. Unterschiede in Rollen, Arbeitszeiten oder Tarifverträgen erschweren es, Flexibilität fair anzubieten. Aber diese Unterschiede zu ignorieren, lässt sie nicht verschwinden – es schafft nur mehr Reibung.“
Wenn Flexibilität bewusst gestaltet wird, sind die Auswirkungen tiefgreifend:
Diese Ergebnisse sind nicht theoretisch. Sie sind zunehmend sichtbar in Organisationen, die Flexibilität als strategische Fähigkeit betrachten.
Flexibles Arbeiten hat sich entwickelt. Von einem Privileg für wenige, über eine schnelle Pandemie-Lösung, hin zu einem zentralen Merkmal der modernen Arbeitswelt. Aber das bedeutet nicht, dass wir bereits alles verstanden haben.
Die widerstandsfähigsten Organisationen sind diejenigen, die Flexibilität als dynamische Herausforderung betrachten. Eine, die Reflexion, Anpassung und gemeinsame Verantwortung erfordert. Anstatt sie passiv anzubieten, gestalten sie sie aktiv. Mit Absicht, mit Empathie und mit einer klaren Vision für die Zukunft.
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