38 % der HR-Leiter haben im vergangenen Jahr in KI investiert.
49 % der Mitarbeitenden, die bereits KI nutzen, glauben, dass sie ihre Arbeitsweise in Zukunft grundlegend verändern wird.
Quelle: SD Worx HR & Payroll Pulse 2025

KI wird HR nicht ersetzen. Aber HR, das sich nicht weiterentwickelt, verliert still und leise an Relevanz. Diese Realität dringt langsam zu vielen Führungskräften durch. Wir treten in ein neues Kapitel ein, in dem sich Menschen und Leistung neu verbinden, geprägt von intelligenten Systemen, veränderten Erwartungen und flexibleren Arbeitsweisen.
Natürlich ist digitale Transformation nichts Neues. Aber es ist klar, dass sich etwas auf einer grundlegenderen Ebene verändert hat. Wir aktualisieren nicht mehr nur Systeme. Wir überdenken inzwischen, wie HR echten Mehrwert liefert. Und im Zentrum dieses Wandels steht eine einfache Frage: Was brauchen Menschen tatsächlich von HR – und wie können wir diese Bedürfnisse besser erfüllen als je zuvor?
38 % der HR-Leiter haben im vergangenen Jahr in KI investiert.
49 % der Mitarbeitenden, die bereits KI nutzen, glauben, dass sie ihre Arbeitsweise in Zukunft grundlegend verändern wird.
Quelle: SD Worx HR & Payroll Pulse 2025
Das traditionelle HR-Betriebsmodell wurde für Stabilität und Skalierbarkeit entwickelt. Es bot Struktur, Vorhersehbarkeit und Compliance. Doch die heutigen Herausforderungen sind dynamischer. Kein Wunder, dass Mitarbeitende zunehmend mehr erwarten.
Sie wollen mehr Erlebnisse, die relevant, zeitnah und persönlich sind. Sie wollen mehr Klarheit über Wachstum, Sinn und Leistung. Und sie wollen mit Organisationen arbeiten, die so reaktionsfähig sind wie der Rest ihres Lebens.
In unserem HR & Payroll Pulse Report 2025 stellen SD Worx Expert*innen klare Anzeichen dafür fest, dass sich der Schwerpunkt von HR verschiebt. KI ist Teil dieser Veränderung. Ebenso wie neue Vorstellungen von Fairness, Autonomie und der Rolle von Arbeit im Leben. Technologie kann die Transformation beschleunigen, aber sie gibt nicht die Richtung vor. Das liegt an uns.
Die HR-Teams, die die größten Fortschritte machen, folgen keinem Trend. Sie reagieren auf das, was Mitarbeitende und Organisationen tatsächlich brauchen. Branchenübergreifend werden sechs zentrale Veränderungen immer sichtbarer:
Von standardisiert zu personalisiert
Es reicht nicht mehr aus, allen dieselben Entwicklungswege oder Belohnungen anzubieten. Mitarbeitende erwarten Erlebnisse, die ihre Ziele, Stärken und ihr Tempo widerspiegeln. HR-Teams beginnen, KI-Tools zu nutzen, um Lern-Playlists zu empfehlen, Karriere-Check-ins basierend auf Betriebszugehörigkeit oder Verhalten auszulösen und Feedbackschleifen zu schaffen, die sich mit dem Wachstum der Menschen anpassen.
Von festen Rollen zu flexiblem Talent
Stellenbeschreibungen verlieren an Bedeutung. Stattdessen ordnen Unternehmen Menschen Projekten zu, nicht nur Positionen, basierend auf Skill-Daten und Verfügbarkeit. Einige bauen interne Talent-Marktplätze auf, um dies zu erleichtern: Sie machen kurzfristige Stretch-Aufgaben, Mentoring-Möglichkeiten oder bereichsübergreifende Projekte für die richtigen Personen zur richtigen Zeit sichtbar.
Von prozessorientiert zu ergebnisorientiert
Die meisten Mitarbeitenden (sprich: Menschen) denken nicht in starren Workflows, sondern in dynamischen Momenten: Einstieg, Fortschritt, Richtungswechsel, persönliche Übergänge. Als Reaktion darauf führen einige HR-Teams Design-Workshops durch, um diese Momente zu kartieren und dann Inhalte, Touchpoints und Verantwortlichkeiten neu zu gestalten, damit Workflows einfacher, unterstützender und reaktionsfähiger werden.
Von transactional zu transformative
Administration bleibt wichtig, definiert aber nicht mehr die Rolle. Wo Automatisierung genutzt wird, verlagern HR-Business-Partner ihren Fokus auf Coaching, Performance-Design und kulturelle Verantwortung. Einige bieten monatliche Manager-Sprechstunden an oder moderieren „Karriere-Klarheit“-Sessions, um Teams bei der Entwicklung mehr Sicherheit zu geben.
Von fragmentierten Tools zu integrierter Intelligenz
Daten können Entscheidungen nicht unterstützen, wenn sie in separaten Systemen stecken. Immer mehr HR-Leader arbeiten an einheitlichen Plattformen, die alles integrieren, von Engagement-Daten und Leistungskennzahlen bis hin zu Signalen für Workforce-Planung damit strategische Gespräche in Echtzeit und mit aktuellem Kontext möglich sind.
Vom Generalisten zum Spezialisten
Je vielfältiger die HR-Arbeit wird, desto vielfältiger sind die benötigten Fähigkeiten. Wir sehen Teams, die neue Rollen einführen: Verhaltenswissenschaftlerinnen für Interventionen, Technologinnen für Infrastruktur, Workforce-Planer*innen für die Abstimmung von Strategie und Skills – ganz zu schweigen vom Wachstum von Rollen, die sich auf Vertrauensbildung oder kreative Ausrichtung konzentrieren. Es geht darum, die richtige Expertise für das, was kommt, aufzubauen.
Du musst nicht auf eine komplette Reorganisation oder einen Systemwechsel warten, um Fortschritte zu machen. So gehen viele HR-Teams die nächsten praktischen Schritte an:
Diese Veränderungen mögen jetzt noch subtil wirken, aber wir sehen, wie sie Fuß fassen. Vorausschauende Arbeitgeber spiegeln bereits einen Mindset-Wandel wider – weg vom bloßen Erhalt des Systems hin zur aktiven Neugestaltung:
Die Zukunft der Arbeit wird nicht durch Tools oder Vorlagen definiert. Sie wird von den Führungskräften geprägt, die bessere Fragen stellen, durchdachte Systeme gestalten und sich daran orientieren, was Menschen tatsächlich von Arbeit brauchen.
Die Ergebnisse des HR & Payroll Pulse Europe zeigen klar: KI gibt HR-Leadern mehr Reichweite. Aber sie erhöht auch den Anspruch an Relevanz. Wenn sich Erwartungen ändern, müssen sich auch die Art und Weise ändern, wie wir zuhören, reagieren und führen.
Wie Jan es ausdrückt:
„Jetzt ist die Zeit, proaktiv zu werden. Eine Version von HR zu gestalten, die nicht nur effizienter ist, sondern auch bedeutungsvoller.“
Auf der Suche nach dem großen Ganzen? Der vollständige HR & Payroll Pulse Europe 2025 Bericht zeigt, wie Vertrauen, Vergütung, Karriere und Technologie die HR-Agenda in Europa neu gestalten.“