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Payroll-Outsourcing wird unter europäischen Unternehmen immer beliebter

Das Auslagern von Lohn- und Gehaltsabrechnungen setzt sich europaweit immer mehr durch. Laut einer diesjährigen Arbeitgeber*innen-Umfrage von SD Worx, einem führenden HR- und Payroll-Dienstleister, ist die Zahl der Arbeitgeber*innen, die sich für das Payroll-Outsourcing entscheiden, innerhalb des letzten Jahres kontinuierlich gestiegen. Insgesamt sechs von zehn befragten europäischen Unternehmen beauftragen einen externen Payroll-Anbieter mit der Verwaltung ihrer internen Lohn- und Gehaltsabrechnungen oder beabsichtigen dies künftig zu tun. Interessant ist dabei der Blick auf Deutschland, denn hier zeichnet sich im europäischen Vergleich ein anderes Bild.

  • Payroll-Outsourcing europaweit auf Platz drei der am häufigsten ausgelagerten HR-Aufgaben 2021
  • In Deutschland ist das Payroll-Outsourcing dagegen nicht auf den ersten Plätzen
  • Deutschland liegt sowohl bei Umsetzung als auch bei der Bereitschaft zum Outsourcing im europäischen Vergleich deutlich zurück

    59,6 Prozent

    der europäischen Unternehmen lagern ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung aus oder ziehen es in Erwägung

      Während sich die generelle Bereitschaft, HR-Aufgaben auszulagern, seit Anfang 2020 nicht wesentlich verändert hat, wird das Payroll-Outsourcing attraktiver. So sind es im Ländervergleich die Schweiz und Italien, die ihre Aktivitäten im Bereich Payroll-Outsourcing innerhalb des letzten Jahres von sechs Prozent beziehungsweise 17 Prozent auf 20 Prozent beziehungsweise 26 Prozent ausgeweitet haben. Aber auch in den benachbarten europäischen Ländern, wie Belgien, Frankreich und den Niederlanden ist die Beteiligung an Outsourcing-Projekten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Nur Deutschland mit einer geringen Aufwärtsentwicklung von 0,5 Prozent sowie Irland mit einem Rückgang von einem Prozent bilden hier eine Ausnahme: Beide Länder ziehen es weiterhin vor, den Großteil ihrer HR-Projekte intern durchzuführen. Dazu streben den Erkenntnissen zufolge rund 43,5 Prozent der 3.000 befragten europäischen Unternehmen eine Optimierung ihrer Abrechnungsprozesse an. Dies umfasst sowohl bestehende als auch kurz- oder langfristig angesetzte Projekte. Auf Platz drei der am häufigsten ausgelagerten HR-Aufgaben 2021: die Payroll. HR-Manager*innen geben dies vor allem aus zwei Gründen in die Hände eines vertrauenswürdigen Partners: die Komplexität der Gesetzgebung sowie die Geschäftskontinuität. Lediglich die Automatisierung von HR-Prozessen sowie das Management von sozialrechtlichen Vorschriften werden noch häufiger externalisiert – beide Themengebiete vereinfachen wiederum den gesamten Payroll-Prozess.

        hr outsourcing

        Im internationalen Ranking zeichnen sich zudem weitere Tendenzen ab: Unternehmen in Belgien, Italien, Skandinavien, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, der Schweiz und Österreich sind der Meinung, dass das Auslagern von Lohn- und Gehaltsabrechnungen an externe Diensleister zur Verbesserung der internen Geschäftsprozesse beitragen kann. Die einzigen Länder, in denen das Payroll-Outsourcing nicht zu den fünf wichtigsten Bereichen zählt, sind Polen, Irland, Spanien und Deutschland.

          Hohe Nachfrage nach Outsourcing-Services

          outsourcing payroll

          Die durchschnittliche Anzahl europäischer Unternehmen, die ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung überwiegend oder vollständig auslagern (beziehungsweise in Betracht ziehen, dies zu tun), ist von 16 Prozent im Jahr 2020 auf 21 Prozent im Jahr 2021 deutlich gestiegen. Auf die einzelnen Länder heruntergebrochen, zeigen sich ebenfalls interessante Tendenzen. Belgien ist nach wie vor führend bei der Auslagerung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen, in der Schweiz haben sich die Zahlen sogar verdreifacht. Für Deutschland hingegen zeichnet sich ein anderes Bild: Hier liegt das Wachstum bei lediglich 0,5 Prozent. Noch deutlicher wird der Unterschied mit Blick auf ausschließlich die Unternehmen, die den Payroll-Prozess vollständig auslagern würden. Im Vergleich zum europäischen Durchschnitt von 8,6 Prozent ist Deutschland mit nur 4,9 Prozent klar das Schlusslicht.