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Qualifizierung unter Druck: 14 Prozent ohne Lernmotivation – Unternehmen stellen stärker nach Skills ein

SD Worx-Studie: HR kennt den Kompetenzbedarf, doch fehlende Lernmotivation und Hürden bei interner Mobilität bremsen die Umsetzung

outsourcing

Digitale Transformation, Fachkräftemangel und demografischer Wandel erhöhen den Druck, Qualifikationen schneller aufzubauen und Talente gezielter einzusetzen. Eine aktuellen HR Puls Studie des europäischen HR-Lösungsanbieters SD Worx zeigt: 57 Prozent der Beschäftigten in Deutschland sind bestrebt, am Arbeitsplatz zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sind 14 Prozent nicht motiviert, neue Fähigkeiten zu erwerben. Dem gegenüber steht eine hohe Planungssicherheit auf HR-Seite: 58 Prozent der HR-Verantwortlichen in Deutschland geben an, bereits eine klare Vorstellung davon zu haben, welche Kompetenzen ihr Unternehmen in den nächsten zwei Jahren benötigt. Beim Recruiting verschiebt sich der Fokus ebenfalls: 51 Prozent der deutschen Arbeitgeber richten Neueinstellungen zunehmend nach Skills und Kompetenzen aus statt primär nach Berufsbezeichnungen.

    Lernbereitschaft vorhanden – aber nicht flächendeckend

    Die Studie zeigt, wie stark Lernkultur und Unterstützung auseinanderfallen können: 51 Prozent der Beschäftigten fühlen sich beim Lernen und Entwickeln ermutigt und unterstützt, während jede:r Fünfte diese Unterstützung nicht erlebt. Zudem sagen 14 Prozent der Beschäftigten, dass sie schlicht kein Interesse daran haben, zu lernen oder neue Fähigkeiten zu erwerben. Ein weiteres Drittel ist unentschlossen.

      Ein erhebliches Risiko für Unternehmen ist der Verlust an menschlichem Potenzial, wenn ein Teil der Belegschaft nicht motiviert ist, neue Fähigkeiten zu erlernen. Das ist besonders kritisch, weil viele Arbeitgeber bereits wissen, welche Kompetenzen sie in den nächsten zwei bis drei Jahren benötigen. Strategische Personalplanung wird damit zum Scharnier zwischen Plan und Umsetzung – gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, Fluktuation und anstehenden Ruheständen
      Jan Laurijssen

      Jan Laurijssen

      HR-Botschafter bei SD Worx

      Skills statt Jobtitel: Workforce Planning wird kompetenzbasiert

      Auf Arbeitgeberseite ist die Richtung noch nicht überall ganz klar: 58 Prozent der HR-Verantwortlichen in Deutschland wissen bereits, welche Kompetenzen ihre Organisation in den nächsten zwei Jahren braucht. 11 Prozent haben dazu noch kein klares Bild, weitere 31 Prozent können den Bedarf aktuell noch nicht präzise beziffern. Gleichzeitig rücken Skills und Kompetenzen in der Planung stärker in den Mittelpunkt: So orientieren sich 51 Prozent der Unternehmen bei Einstellung und Kapazitätssteuerung weniger an Jobtiteln und Headcount – und stärker an den tatsächlich vorhandenen und benötigten Fähigkeiten.

        Interne Mobilität: Zugang bleibt ein Knackpunkt

        Ob Mitarbeitende intern passende Rollen, Projekte oder Aufgaben finden, wird sehr unterschiedlich bewertet: 32 Prozent empfinden interne Mobilität als einfach, 32 Prozent haben größere Schwierigkeiten.

        Zudem haben 27 Prozent der Beschäftigten das Gefühl, dass ihr Talent und Potenzial in der aktuellen Position nicht voll ausgeschöpft wird. Gleichzeitig sehen 41 Prozent Chancen für Wachstum oder einen Rollenwechsel innerhalb ihrer Organisation. 

        „Unternehmen müssen stärker sichtbar machen, welche Skills vorhanden sind und wo sie gebraucht werden – und Mitarbeitenden echte Wechselmöglichkeiten zwischen Teams, Rollen oder Projekten eröffnen. Das macht Organisationen beweglicher und hilft, vorhandenes Talent besser zu nutzen“, so Laurijssen.

          Von Kompetenzbedarf zu Alltagspraxis: Tools und Wahrnehmungslücken

          In der täglichen Personalplanung berichten Beschäftigte von praktischen Hürden: 21 Prozent geben an, dass ihr Unternehmen keine geeigneten Technologien zur Verfügung stellt, um die Arbeit effektiv zu planen.

          Auffällig ist zudem eine Wahrnehmungslücke zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten: 56 Prozent der Arbeitgeber sagen, Führungskräfte hätten die notwendigen Werkzeuge, um Personalkapazitäten effizient zu planen – demstimmen jedoch nur 13 Prozent der Arbeitnehmer:innen zu.

            Warum Workforce Planning 2026 Priorität hat für Arbeitgeber in Deutschland

            17 Prozent der Arbeitgeber nennen Workforce Planning als eine der wichtigsten Prioritäten für 2026. Die am häufigsten genannten Gründe sind:

            • Sicherstellung ausreichender Personalausstattung und effizientere Arbeitsorganisation (50%)
            • Effektiveres Management der Personalkosten (42%)
            • Bewältigung von Fachkräftemangel und steigender Fluktuation (40%)
            • Sicherung der Kontinuität in Leistungserbringung und Kundenerlebnis (33%)
            • Vorbereitung auf demografische Veränderungen wie Ruhestand (24%)
            • Reaktion auf technologische Entwicklungen, Automatisierung und KI (21%)
              Über die Studie

              SD Worx, ein führender Anbieter für HR-Services in Europa, unterstützt Unternehmen aller Größen in Fragen rund um Personal und Gehalt. Um Trends frühzeitig zu erkennen, führt SD Worx regelmäßig Studien durch. Grundlage dieser Meldung ist die aktuelle Studie „HR Puls 2026“: Die Befragung fand im Zeitraum 27. Januar bis 15. Februar 2026 in 16 europäischen Ländern statt. Insgesamt wurden 5.936 Arbeitgeber beziehungsweise HR-Verantwortliche und 16.500 Arbeitnehmer:innen befragt. In Deutschland nahmen 460 Arbeitgeber und 1.500 Arbeitnehmer:innen teil.

                Über SD Worx

                SD Worx ist überzeugt, dass Erfolg bei Menschen beginnt. Erfolgreiche Mitarbeitende sind nicht nur fundamental für ein erfolgreiches Unternehmen, sondern auch für eine starke Gesellschaft. Gemeinsam mit seinen Kunden gestaltet SD Worx erfolgreiches HR-Management, von dem Arbeit, Leben und Gesellschaft profitieren.

                Als führender europäischer Partner für HR- und Payroll-Lösungen bietet SD Worx Software, Services und Expertise in den Bereichen Payroll & Reward, Human Capital Management und Workforce Management. SD Worx ist tief in Europa verwurzelt und prägt seit acht Jahrzehnten gemeinsam mit seinen Kunden – großen und kleinen Arbeitgebern – die Arbeitswelt, um Mitarbeiterengagement zu fördern, das den Erfolg im Kern ihrer Unternehmen vorantreibt.

                Rund 105.000 kleine, mittlere und große Unternehmen in Europa vertrauen auf die Expertise von SD Worx. SD Worx berechnet die Gehälter von ca. 6. Millionen Mitarbeiter:innen und gehört zu den fünf führenden Anbietern weltweit. 2025 hat SD Worx einen konsolidierten Umsatz von 1,307 Milliarden Euro erwirtschaftet.

                Mehr Infos auf www.sdworx.com / Folg uns auf LinkedIn

                Pressekontakt

                Marija Ustinova
                Marija UstinovaPR & Communications Manager+49 (0)157 30 34 64 24