Zusatzleistungen werden zum Wettbewerbsfaktor: Mitarbeitende in Deutschland wünschen sich mehr Flexibilität und Transparenz
10. September 2026

- 42 Prozent wünschen sich mehr freie Tage – doch nur für 15 Prozent geht dieser Wunsch in Erfüllung
- Nur 22 Prozent der Arbeitgeber bieten eine betriebliche Altersvorsorge an
- 38 Prozent können ihre Arbeitszeit bereits zumindest teilweise flexibel gestalten
Ein attraktives Gehalt allein genügt vielen Mitarbeitenden längst nicht mehr. Sie erwarten finanzielle Sicherheit, flexible Arbeitsmodelle und einen transparenten Überblick über ihre Gesamtvergütung – und mehr Urlaubstage. Das zeigt die aktuelle Studie „HR & Payroll Pulse“ von SD Worx, für die 5.936 HR-Entscheider:innen und 16.500 Mitarbeitende in 16 europäischen Ländern befragt wurden.
Flexible Arbeitszeiten sind etabliert – zusätzliche freie Tage bleiben die Ausnahme
Mit Blick auf die Arbeitszeit offenbaren sich deutliche Unterschiede im Vergleich zwischen Deutschland und dem Rest Europas. Dies zeigt sich etwa beim Blick auf flexible Arbeitszeiten, wo Deutschland mit einigem Abstand über dem europäischen Durchschnitt liegt: 38 Prozent der Mitarbeitenden können ihre Arbeitszeit bereits zumindest teilweise selbst festlegen, europaweit sind es 27 Prozent. Der Wunsch nach mehr Gestaltungsspielraum bleibt dennoch hoch: 36 Prozent der Mitarbeitenden in Deutschland würden ihre Arbeitszeit gerne flexibler gestalten. Auffällig ist auch die Diskrepanz bei der Frage nach mehr Urlaubstagen. Für 42 Prozent der Mitarbeitenden in Deutschland zählt der Wunsch nach zusätzlichen freien Tagen zu den wichtigsten überhaupt, als tatsächlich erfüllt sehen ihn jedoch nur 15 Prozent an.
Finanzielle Sicherheit und transparente Benefits gewinnen an Bedeutung
In Zeiten wachsender Sorge um die eigene Rente wächst die Bedeutung nicht-staatlicher Altersvorsorge. Es verwundert also nicht, dass langfristige finanzielle Sicherheit für viele Mitarbeitende ein wichtiger Bestandteil eines attraktiven Vergütungspakets ist. Bei der betrieblichen Altersvorsorge ist Deutschland jedoch alles andere als führend: Sie wird von 22 Prozent der Unternehmen in Deutschland angeboten, gegenüber 31 Prozent in Europa. Bei der Beratung zur Altersvorsorge liegt Deutschland jedoch deutlich über dem europäischen Durchschnitt: 47 Prozent der Arbeitgeber unterstützen ihre Mitarbeitenden in diesem Bereich, europaweit sind es 24 Prozent. Auch kurzfristig sind Arbeitgeber aktiv: Angebote zur Entlastung angesichts steigender Lebenshaltungskosten gehören bei 21 Prozent der Unternehmen in Deutschland zum Leistungspaket.
Generell suchen Unternehmen nach Wegen, ihre Benefits attraktiver zu gestalten, ohne die Arbeitskosten insgesamt zu erhöhen. 48 Prozent der Unternehmen in Deutschland prüfen entsprechende Möglichkeiten. Zusatzleistungen können dabei helfen, Arbeitgeberattraktivität und Kostenbewusstsein miteinander zu verbinden.
Auch offene Vergütungskommunikation gewinnt an Bedeutung: 25 Prozent der Mitarbeitenden in Deutschland wünschen sich einen klaren Überblick über ihre Gesamtvergütung und Benefits. Für 21 Prozent sind verständliche Informationen darüber, wie Gehalt und Vergütungspolitik gestaltet sind, Teil eines attraktiven Gesamtpakets. Auf Unternehmensseite gehört das Thema jedoch bislang nur für 13 Prozent der Organisationen in Deutschland zu den fünf wichtigsten Prioritäten in Payroll und Vergütung. Im europäischen Vergleich liegt dieser Anteil bei 19 Prozent.
Zeit und Geld sind in Deutschland nicht alles
Abseits von Arbeitszeit und Gehalt sind auch Gesundheits- und Vorsorgeleistungen gefragt. 24 Prozent der Mitarbeitenden interessieren sich für Angebote wie Fitnessmitgliedschaften oder Vorsorgeuntersuchungen. Zusatzversicherungen sind für 15,6 Prozent attraktiv, Lebensversicherungen für 9 Prozent. Darüber hinaus möchten 20 Prozent ihr Angebot an Zusatzleistungen stärker an den eigenen Bedürfnissen ausrichten können.
Die Ergebnisse zeigen: Neben dem Gehalt gewinnen finanzielle Sicherheit, Flexibilität und verständlich kommunizierte Zusatzleistungen an Bedeutung. Unternehmen, die diese Elemente sinnvoll verbinden, können ihre Attraktivität als Arbeitgeber stärken.
Über die internationale „HR & Payroll Pulse“ Studie
SD Worx, ein führender Anbieter für HR Services in Europa, unterstützt Unternehmen aller Größen in Fragen rund um Personal und Gehalt. Grundlage dieser Meldung ist die Studie „HR Payroll and Pulse 2026“. Die Befragung fand vom 27. Januar bis 15. Februar 2026 in 16 europäischen Ländern statt. Insgesamt wurden 5.936 Arbeitgeber beziehungsweise HR-Verantwortliche und 16.500 Arbeitnehmer:innen befragt. In Deutschland nahmen 460 Arbeitgeber und 1.500 Arbeitnehmer:innen teil.
Über SD Worx
SD Worx ist überzeugt, dass Erfolg bei Menschen beginnt. Erfolgreiche Mitarbeitende sind nicht nur fundamental für ein erfolgreiches Unternehmen, sondern auch für eine starke Gesellschaft. Gemeinsam mit seinen Kunden gestaltet SD Worx erfolgreiches HR-Management, von dem Arbeit, Leben und Gesellschaft profitieren.
Als führender europäischer Partner für HR- und Payroll-Lösungen bietet SD Worx Software, Services und Expertise in den Bereichen Payroll & Reward, Human Capital Management und Workforce Management. SD Worx ist tief in Europa verwurzelt und prägt seit acht Jahrzehnten gemeinsam mit seinen Kunden – großen und kleinen Arbeitgebern – die Arbeitswelt, um Mitarbeiterengagement zu fördern, das den Erfolg im Kern ihrer Unternehmen vorantreibt.
Rund 105.000 kleine, mittlere und große Unternehmen in Europa vertrauen auf die Expertise von SD Worx. SD Worx berechnet die Gehälter von ca. 6. Millionen Mitarbeiter:innen und gehört zu den fünf führenden Anbietern weltweit. 2025 hat SD Worx einen konsolidierten Umsatz von 1,307 Milliarden Euro erwirtschaftet.
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