1. Home>
  2. Blog>
  3. Lohn- und Gehaltsabrechnung & Outsourcing>

Kinderzuschlag soll erhöht werden

-Lesezeit: 3 Minuten
family

Die Bundesregierung plant eine Erhöhung des Kinderzuschlags und den Ausbau des Bildungs- und Teilhabepakets. Dies sieht der gemeinsam von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorgelegte Entwurf eines sogenannten Starke-Familien-Gesetzes vor, mit dem Familien mit geringem Einkommen finanziell stärker unterstützt und die Teilhabe ihrer Kinder am gesellschaftlichen und schulischen Leben verbessert werden soll.

Der Gesetzentwurf sieht eine Neugestaltung des Kinderzuschlags in zwei Schritten vor: Zum 1. Juli 2019 soll er von derzeit maximal 170 Euro pro Monat und Kind auf 185 Euro erhöht werden. Zudem soll der Kinderzuschlag für Alleinerziehende geöffnet werden. So soll das Einkommen der Kinder - wie zum Beispiel Unterhaltszahlungen - bis zu einer Höhe von 100 Euro den Kinderzuschlag nur noch zu 45 Prozent statt wie bisher zu 100 Prozent mindern. Zukünftig soll der Zuschlag für sechs Monate gewährt und rückwirkend nicht mehr überprüft werden.

Zum 1. Januar 2020 soll dann die sogenannte "Abbruchkante" durch Aufhebung der oberen Einkommensgrenzen entfallen. Zusätzliches Einkommen der Eltern soll den Kinderzuschlag nur noch zu 45 statt 50 Prozent mindern. Der Gesetzentwurf sieht zudem vor, dass Familien auch dann den Kinderzuschlag erhalten, wenn die Eltern kein Arbeitslosengeld II beziehen und ihnen mit ihrem Erwerbseinkommen, dem Kinderzuschlag und gegebenenfalls Wohngeld höchstens 100 Euro fehlen, um Hilfsbedürftigkeit nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) zu vermeiden. Dieser erweiterte Zugang zum Kinderzuschlag für Familien in verdeckter Armut soll allerdings zunächst auf drei Jahre befristet werden.

Im Bereich des Bildungs- und Teilhabepakets sieht der Gesetzentwurf zum 1. August 2019 eine Erhöhung des "Schulstarterpakets" von 100 auf 150 Euro vor. Zudem sollen die Eigenanteile der Eltern für das gemeinsame Mittagessen in Kindertagesstätten und Schulen sowie für die Schülerbeförderung entfallen. Darüber hinaus sollen die Mittel für Lernförderung zukünftig auch dann bewilligt werden, wenn die Versetzung eines Schülers nicht unmittelbar gefährdet ist. 

 

Quelle: Bundesregierung

    Verwandte Beiträge

    lp banner
    Ebook

    Internationale Beschäftigung

    Ein umfassender Leitfaden für Unternehmen, die mehr über die Anstellung und Beschäftigung von Personal in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Belgien oder Luxemburg wissen möchten. Laden Sie sich das Whitepaper mit hilfreichen Informationen herunter

     

    2021-09-27
    man
    Ebook

    Umstellung auf Managed Payroll?

    Es ist unerwartet einfach.

     

    2021-06-08
    Ebook___Payroll_Mockup_DE
    Ebook

    Die Lohnabrechnung – ein Eckpfeiler des HRs

    Wie wird die Lohnabrechnung in Krisenzeiten bewertet? Passen die Unternehmen ihre Personalstrategien an? Wird das HR-Outsourcing zur Lösung der kommenden Herausforderungen? 

    2021-05-19